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Wenn man die Warnhinweise der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft verfolgt, dann ist die derzeitige Situation weiterhin sehr angespannt. Das in den letzten Tagen regnerische Wetter konnte die Situation zwar entspannen, jedoch ist höchste Aufmerksamkeit weiterhin notwendig, wenn wir die Käfergefahr im Griff behalten wollen. Der Schwärmflug hat im Gegensatz zu den Vorjahren auf Grund der sommerlichen Witterung im Frühjahr rund 2 Wochen früher begonnen. Derzeit fliegt der erste Käfer aus. Umso wichtiger ist es mit großer Aufmerksamkeit das Geschehen im Wald zu verfolgen. Die Fangzahlen waren in den letzten Wochen auch in unserem Vereinsgebiet sehr hoch . Um einer Katastrophe vorzubeugen, muss auf intensive Befallskontrolle während des gesamten Jahres 2007 großes Augenmerk gelegt werden.
Ausblick.
Seit Ende Juni, sanken die Temperaturen. Starker Wind und Regen führten zunächst zu einer Unterbrechung des Schwärmfluges des Käfers. Die Alt und ausflugsbereiten
Jungkäfer blieben unter Rinde und warten ab. Dort werden sie bis nach Dauer des schlechten Wetters bleiben. Auf die Brut unter der Rinde wird diese kühle Witterung keinen Einfluss haben.
In der Vergangenheit wurde immer wieder umfangreich über wichtige Punkte, die bei der Bekämpfung des Borkenkäfers zu beachten sind hingewiesen.
Hier einige wichtige Punkte, die bei der Waldkontrolle hilfreich sind im Telegrammstil:
• Welche Flächen waren in den letzten Jahren besonders betroffen?
• Angeschobene, verletzte Bäume beobachten.
• Schadflächen durch Sturm besonders beobachten.
• Bohrmehlsuche –nicht kurz nach dem Regen- auf Spinnweben, Brombeerblättern - auf Rindenschuppen – nicht gleich zu Beginn des Schwärmfluges suchen.
• Sind Harztropfen festzustellen?
• Sind Spechtspiegel erkennbar?
• Ist starker Nadelabfall festzustellen?
• Grüne Krone abfallende Rinde?
• Nicht nur Bestandsrand kontrollieren – auch in die Tiefe gehen.
• Beim Waldnachbar nachschauen und ihn benachrichtigen.
Was ist bei Befall zu tun:
• Zügige Aufarbeitung.
• Lagerung des Holzes außerhalb des Waldes 500 m. entfernt.
• Kronenmaterial häckseln, falls nicht möglich verbrennen. Achtung Waldbrandgefahr!
• Falls keine Lagerung außerhalb des Waldes möglich ist. Entrinden oder als letzte Möglichkeit Einsatz von Insektiziden
• Holzliste sofort zum Verkauf an die FBG weitergeben
Georg Husterer
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